Die BUGA rückt näher und näher

Nur noch 500 Tage bis zur Eröffnung am 17. April 2019

Am Sonntag, 3. Dezember, sind es noch genau 500 Tage, dann beginnt die Bundesgartenschau Heilbronn 2019 – ein 173 Tage langes Fest inmitten der Stadt am Neckarufer. Bisher einmalig kombiniert diese BUGA eine klassische Gartenausstellung mit einer Stadtausstellung und setzt sich über großes gärtnerisches Können und Gartenthemen hinaus auch damit auseinander, wie sich Wohnen in Städten zukünftig entwickelt. „Es wird die erste Bundesgartenschau in Baden-Württemberg nach über 40 Jahren sein, sie wird mit diesem neuen Format Maßstäbe setzen und Heilbronn als Stadt im Aufbruch in den Mittelpunkt rücken“, sagte Oberbürgermeister Harry Mergel heute vor den Medien. „Die BUGA ist für uns dynamischer Motor der Stadtentwicklung.“

„Wir haben viel zu bieten“
„Jetzt wird’s ernst“, sagte Hanspeter Faas, Geschäftsführer der Bundesgartenschau Heilbronn 2019 GmbH, mit Blick auf die nächsten Wochen und Monate. „Wir sind auf der Zielgeraden und haben vieles schon geschafft. In den nächsten 500 Tagen liegen aber noch große Anstrengungen vor uns.“ Auf der Baustelle entsteht täglich Neues. Planungen werden fertiggestellt und Ausstellungsinhalte festgelegt, mit denen wir eine überraschend vielfältige Bundesgartenschau zeigen werden. „Jeden Tag entsteht ein Stück mehr BUGA. Ich freue mich, wenn es endlich so weit ist, dass wir eröffnen können“, ergänzte Faas. „Denn wir haben so viel zu bieten, dass man ganz neidisch darauf werden kann.“ Zeitlich läuft alles nach Plan.

Die Idee für eine Bundesgartenschau in Heilbronn stammt aus dem Jahr 2003. Die Stadt kaufte das 40 Hektar große Fruchtschuppenareal, seit 2008 laufen die Planungen, um die ehemalige Gewerbebrache zu beleben und nach der BUGA zum Stadtquartier Neckarbogen weiterzuentwickeln. Im November 2013 fand der Spatenstich statt. Seitdem wurden 600.000 Kubikmeter Erde bewegt, 300 Tonnen Schrott und 13 Tonnen Kampfmittel aus dem Boden geholt. Eine neue Landschaftsstruktur mit Seen und erstmals erlebbaren Uferparks mit Terrassen und Stegen ist gewachsen, der baumbewachsene Hafenpark als stimmungsvolle Abgrenzung zum Kanalhafen, die Häuser der Stadtausstellung, welche die BUGA Heilbronn einmalig zu einer bewohnten BUGA machen, zeigen ihre Fassaden.

Wasser und Seen, Gärten und Blumen sowie viele tausend Veranstaltungen lassen den Besuch auf der Bundesgartenschau Heilbronn zu einem erlebnisreichen Tag werden. Wechselnde Frühjahrs-, Sommer- und Herbstbepflanzung auf der Sommerinsel mit einer hügeligen Landschaftsmodellierung, ein Rosengarten, der an eine Dünenlandschaft erinnert, Gartenkabinette, die in die Welt der Bienen, Pilze oder in die Geschichte alter Obstorten entführen. Die alte Industriearchitektur des Fruchtschuppen (ABX-Halle) erfüllen ein Dutzend hochwertige, innovative Blumenschauen, die nacheinander ausgestellt werden. Der spirituelle Garten der Kirchen empfiehlt sich als Ort der Stille.

„Überraschend vielfältig“

„Überraschende Vielfalt zeigt sich vor allem auch in unseren Ausstellungsbeiträgen, in unseren eigenen sowie in denen unserer Projektpartner“, sagte Faas. Ausgefallene Holzpavillons wie die des Landkreises Heilbronn oder der Wirtschaft und Region sind Anziehungspunkte für Besucher.

Räume der Stadtausstellung Neckarbogen innerhalb des BUGA-Geländes werden zu Ausstellungsorten, die innovative Materialien präsentieren, die Ressource Müll thematisieren oder über barrierefreies Wohnen informieren.

Die Audi AG plant ebenfalls in der Stadtausstellung gemeinsam mit den BUGA-Verantwortlichen im Rahmen der Partnerschaft Maßnahmen umzusetzen, die das Engagement des Unternehmens für Mobilität in der Stadt der Zukunft unterstreicht. Die frühe Zusammenarbeit ermöglicht es, gemeinsame Ideen für das Jahrhundertprojekt zu entwickeln.

Die Hochschule Heilbronn, die DHBW-Standorte Heilbronn und Mosbach, das DHBW Center for Advanced Studies (CAS) und die German Graduate School of Managment & Law veranschaulichen als Gemeinschaftsprojekt am Beispiel der drei Themenbereiche Intelligente Mobilität, Digitaler Lifestyle und Smarte Produktionswelten wie Digitalisierung unsere künftigen Lebenswelten durchdringen wird. Ihre Exponate präsentieren die Hochschulen auf 250 Quadratmeter im Herzen der Stadtausstellung Neckarbogen. Mit dem speziell für die BUGA entwickelten Projekt wollen die Hochschulen ihre Themenbögen auf besonders publikumswirksame Weise visualisieren. Technologische Innovationspotentiale werden medial attraktiv präsentiert und mit Blick auf ihre gesellschaftliche Bedeutung didaktisch nachvollziehbar vertieft.

Zusätzlich zum Angebot in der Stadtausstellung sind öffentliche Vorlesungen und Vorträge geplant.

Vorverkauf für Dauerkarten beginnt
Die ersten Eintrittskarten gibt‘s von Dienstag, 17. April 2018, an, genau ein Jahr vor der Eröffnung der Bundesgartenschau Heilbronn 2019. Mit einem fröhlichen Fest auf dem Heilbronner Marktplatz startet die BUGA den Vorverkauf der Dauerkarten, mit denen Besucher 173 Tage lang die Bundesgartenschau täglich inklusive aller Veranstaltungen erleben können. Für Erwachsene (15 bis 25 Jahre alt) kostet diese Jeden-Tag-Karte 110 Euro, für Senioren 100 Euro und für junge Erwachsene 50 Euro. Mit Beginn der BUGA gelten dann die regulären Preise (125 Euro für Erwachsene, 115 Euro für Senioren, 60 Euro für junge Erwachsene). Kinder bis 15 Jahre haben freien Eintritt zur BUGA.

Am 17. April 2018 wird auch die Wiedereröffnung des Knotenpunkt Inselspitze nach der Winterpause gefeiert, einem Begegnungs- und Kommunikationsort in der Stadt, in dem sich alles um das Thema Stadtentwicklung dreht.

Strandspielplatz greift Geschichte „Jockeles Floßfahrt“ auf

Familien mit Kindern besuchen Bundesgartenschauen gerne. Das bestätigen Befragungen immer wieder. Auf dem 40 Hektar großen Gelände der Bundesgartenschau Heilbronn 2019 entstehen deshalb gleich mehrere Orte, an denen Kinder aktiv sein und Fantasie entwickeln können. Auf die Spuren einer Neckarfloßfahrt können sie sich am Ufer des Karlssees begeben und dabei beim Klettern, Rutschen und Balancieren ihre Grenzen austesten. Mehrere Spieldecks verbinden sich in mehreren Stufen nacheinander und werden so zu einem am Strand liegenden Spielfloß. Flößerstangen bilden das Tragwerk, Seile sind Verbindungs- und gleichzeitig Spielelemente.

Das Berliner Büro geskes.hack Landschaftsarchitekten hat mit diesem Entwurf die Jury überzeugt.
Floße sind eng mit der Geschichte Heilbronns und dem Umbau des Neckars für die Schifffahrt verbunden. „Den Neckar drehen und wenden war das Motto für den Umbau des Flusses und steht heute für die forschende Innovationskraft der Neckarstadt“, sagt Kristina Hack zu dieser Arbeit. Inspiriert haben Twains Erzählungen in seinem 1880 erschienenen Buch „Bummel durch Europa“. Studenten neckten die Neckarflößer vom Ufer aus und riefen „Jockele sperr, Jockele ’s geit an Elleboge, Jockele hau a!“, was so viel heißt wie „Jockele brems, sonst gibt es einen Ellenbogen“, ein Verklemmen der miteinander vertauten Flöße im Fluss. Auf der Bundesgartenschau wird daraus eine vergnügliche Reise ins Abenteuer für Kinder.

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